Sprachförderung für Migrantenkinder

In Esslingen werden die Lesebaum-Bücher mit großem Erfolg in der Sprachförderung für Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache eingesetzt. Hier der Bericht:

Zu meiner Person und Funktion. Ich bin die Mentorin für die Schule der Sprachhilfe in Esslingen. Wir arbeiten nach dem Denkendorfer Modell. Dies bedeutet, dass wir Migrantenkinder mit Sprachproblemen unterstützen. Wir arbeiten halbehrenamtlich, an 4 Schulstunden in der Woche. Die Sprachförderung geben wir an den Schulen und haben auch immer Kontakt zu den Lehrern.
Zurzeit sind wir an 13 Schulen in Esslingen und betreuen ca. 800 Kinder. Meine Aufgabe ist es, die Damen und Herren in ihrer Arbeit zu unterstützen. Wir betreuen die Kinder in Kleingruppen. Die Gruppengröße wurde vom Land Baden-Württemberg auf fünf bis acht Kindern festgelegt.

Ihre Buchreihen sind ein sehr hilfreiches Angebot für die Arbeit mit Migrantenkindern. Die Geschichten zeigen Situationen des alltäglichen Lebens von Kindern. Wie Sie auch in den Lesebaum-Informationstexten schreiben, können sich die Kinder gut mit den Hauptpersonen und ihren Erlebnissen identifizieren. Durch die Verwendung der helfenden Fragen kommen spontane Interakten, da die Lesebaumbücher die Familienwelt widerspiegelt. Plötzlich haben sie eine Beziehung zu der Lesebaumfamilie. Diese Dinge passieren auch in ihrer kleinen Familienwelt. Sie schaffen Realitätsnähe. Diese Fragen spiegeln die aktuelle Lebenswelt und auch die Erfahrungen der Kinder wieder. Sie haben dieselben Probleme wie die Lesebaumfamilie. Sie können mitreden.

Das Leben in der Familie stellt eine große Bedeutung in der Migration dar. Die Kinder haben wenig soziale Kontakte außerhalb ihres Familienkreises. Es ist für diese Kinder daher meist unmöglich sich mit den Geschichten, welche nicht in der Familie passieren, sich auseinanderzusetzen. Die meisten davon haben mit zehn Jahren noch nie einen Zoo besucht. Unternehmung, wie Ausflüge finden selten statt. Es ist also somit verständlich, dass sie keinen Bezug zu meisten Lesebuchgeschichten haben.

Die Wiederholungen der Wörter und auch der kleinen Sätze (in den Lesebaumbüchern, Red.) sind ebenfalls sehr hilfreich. Die kleinen Sätze eignen sich für den Aufbau von kleinen syntaktischen Sprachmustern. Für einen effektiven Sprachunterricht eignen sich auch Ihre kleinen abgeschlossenen Buchgeschichten als Themenfeld. Das Vorlesen der ausführlichen Geschichte fördert gleichzeitig die Basiskompetenz Hören.

Petra Sauter

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