Deutsch als Zweitsprache: Sogar Jugendliche lernen mit Lesebaum-Büchern!
Dienstag, den 27. Juli 2010Der Lesebaum ist als Leselern-Buchprogramm natürlich für Kinder im Grundschulalter gedacht, aber vielleicht könnte man die Lesebaum-Bücher auch dazu verwenden, Jugendlichen beim Deutsch-Lernen zu helfen? Frau Kimberly Ann Grobholz von LeseHund München hat es ausprobiert und mir per E-Mail von ihren Erfahrungen berichtet:
„Ich hatte eine Gruppe von 6 neuen Jugendlichen: 2 Mädchen aus Burma und Thailand, 2 Jungs aus Somalia, einer aus Afghanistan und einer aus Irak. Alle erst seit einer Woche in Deutschland und voller Eifer, ihre neue Sprache zu lernen.“
Diesen Jugendlichen, 14 bis 17 Jahre alt, gab sie in der Förderstunde die Lesebaum-Bücher der Reihe „Erste Sätze“ (Ebene 1+). Zuerst war sie etwas besorgt gewesen, ob die Jugendlichen die Bücher vielleicht ablehnen würden, aber es kam ganz anders: „Sie waren absolut begeistert von den Geschichten, da sie auf so klare Weise verständlich waren - es war, ganz anders als ich erwartet habe, kein Hindernis, daß die Geschichten mehr für Kinder waren. Diese Aufmachung fanden sie eher niedlich und animierte sie sehr. Daß Floppy Tammy so ähnelt, war perfekt und hat viel Lachen und Freude ausgelöst.“ Zur Erläuterung: Der Hund Floppy ist eine Figur aus den Lesebaum-Geschichten, und Tammy ist Frau Grobholz‘ Hund, der sie beim Förderunterricht als „Lesehund“ begleitet.
Einige Tage später ein neuer kurzer Bericht: „Heute hatte ich wieder meine Migranten-Gruppe in der Hauptschule. Wir bekamen Zuwachs seit letzter Woche - ein Junge aus Bangladesch. 6 Kinder, 5 Nationen. Es hat allen großen Spaß gemacht (mich inklusiv), in den Heften wieder zu arbeiten. Jeder konnte wenigstens IRGENDEINE Antwort geben - alle gingen zufrieden zurück in ihre Klasse wo, ich glaube, sie gar nicht so viel Erfolg erleben, was traurig ist.“
Meine besten Wünsche, Frau Grobholz, für Ihre weitere Leseförder-Arbeit und den Jugendlichen viel Erfolg beim Deutsch-Lernen und viel Spaß mit Floppy und Co!
